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New Female Vocalist?
Sid: Yes, Katja has left the band a few weeks ago for personal and musical reasons, but without any hard feelings. We're still good friends and she's focusing on her work with Gaia Returns now, thus we've started looking for a new female vocalist, as the interplay of male and female characters has somehow become indispensable for capturing the spirit of many of our songs. Luckily a friend of a friend (big thanks to Markus Eck for his procurement) recommended someone he was sure to be just the right replacement, which is why I'm already in contact with the possibly new Antichrisis songstress - but we'll let you know as soon as everything's wrapped up. Anyway, "The Legacy Remains" will definitely contain female vocals...

Schlosshof-Festival 2007
Wie immer trudelten meine Süße und ich mit etwas Verspätung ein, so dass wie den Opener Nachtgeschrei verpasst hatten. Als wir den Schlosshof betraten, waren Merlons Lichter bereits auf der Bühne und gaben sich redlich Mühe, liessen das Publikum jedoch weitestgehend kalt, was an der leicht verunglückten Performance der Band lag: Da Sänger und Drehleierspieler PG ist nicht gerade der mitreissendste Frontmann aller Zeiten ist und die Restlichter - mit Ausnahme der Sängerin - so verloren wie bei Stromausfall im Proberaum agierten, wollte der Funke nicht richtig überspringen. Da halfen auch die hilflosen Tanzeinlagen der Sängerin nichts, die dank ihres peinlichen silbernen Flügel-Umhangs des Öfteren wie eine orientierungslos herumtaumelnde Alufolien-Fledermaus wirkte... Eigentlich schade, denn die Musik dieser Erlanger Combo setzte sich ansonsten wohltuend vom üblichen In-Subway-Extremo-Corvus-Sound anderer Mittelalter-Bands ab, doch infolge der farblosen Darbietung verpuffte deren Wirkung gänzlich!
Diesbezüglich sah es Feuerschwanz, die auf Merlons
Lichter folgten, gleich eine ganze Ecke anders
aus: Schon beim Soundcheck sorgten sie für mehr
Stimmung im Publikum, als die Merlons während
ihres gesamten Auftritts erzeugten.
Zugegebenermaßen ist eine Band mit einem Motto wie
"Met & Miezen" in diskursiver Hinsicht mehr
als nur peinlich; wer Schandmauls "Herren der
Winde" zur nächstliegenden Flatulenz-Ballade
umfunktioniert und darüber hinaus den Großteil des
eigenen lyrischen Oeuvres deutlich unterhalb der
mittelalterlichen Gürtellinie ansiedelt, sollte
eigentlich gnadenlos gedisst werden - doch seien
wir mal ehrlich: AC/DC, Led Zeppelin, Motörhead
oder ZZ Top sind auch nicht gerade literarische
Schöngeister und werden dennoch toleriert und
anerkannt - und Feuerschwanz verbreiteten trotz
ihres Schlüpfrigkeitsfaktors von +10 auf der nach
oben offenen Debilitätsskala dermaßen gute Laune,
dass man sich dem einfach nicht entziehen konnte:
Also hinfort mit allen Dünkeln und hehren
Anspüchen, dem fröhlich gröhlenden Nachbarn
zugeprostet und abtanzen, bis der Medicus kommt!
Feuerschwanz machten jedenfalls alles richtig, was
Merlons Lichter zuvor falsch gemacht hatten: Die
ganze Band ging gnadenlos nach vorne und spielte für
das Publikum, das im Gegenzug begeistert auf dieses
Powerplay reagierte - und wenn Feuerschwanz so
weitermachen, werden sie bei den Festivals der
nächsten Jahre womöglich noch Headliner-Status
bekommen!
Danach war Eric Fish dran, der mir solo
wesentlich besser gefällt als mit Subway to Sally:
Eigentlich macht er astreinen Liedermacher-Folk,
bei dem er meistenteils englischsprachigen Songs
sozialkritische deutsche Texte verpasst: Das hat
zwar rein gar nix mit Mittelalter zu tun, doch
weil er eben der Subway to Sally-Frontmann ist,
hört ihm das Gothic-Publikum aufmerksam zu, das
die Originalversionen solcher Stücke wie "Summer
in the City" oder "Rocking in the Free World"
vermutlich noch nie zuvor gehört hat und jeden
langhaarigen Straßenmusiker, der dieselben Songs
mit der gleichen Inbrunst vorträgt, vermutlich
kaltlächelnd ignorieren würde...
Jedenfalls war es genau die richtige musikalische
Untermalung, um sich mit Freunden zu unterhalten und
ein Bierchen zu trinken; vom Schauwert her ging diese
Art der Darbietung auf der Festivalbühne leider ein
wenig unter, denn ein akustischer Set dieser Art ist
nun mal eher für kleine verräucherte Musik-Clubs oder
Kneipen geeignet, wo dann auch die entsprechende
Stimmung aufkommen kann - vielleicht sollte Eric
gelegentlich einfach mal im Strohalm in Erlangen
vorbeischauen?
Nach einer kleineren Umbaupause waren dann Saltatio Mortis angesagt: Diese
hatten mich schon auf dem Veldensteiner Festival
einige Wochen zuvor genervt, und obwohl deren
Sänger heute besser bei Stimme war, hinterliessen
sie auch diesmal wieder den Eindruck einer Band,
die nur dem Trend hinterherläuft und gängigen
Klischees zu entsprechen versucht, anstatt etwas
Neuartiges zu kreieren oder Eigenständigkeit an
den Tag zu legen. So boten Saltatio Mortis auch an
diesem Abend wieder ein buntes Potpourri
musikalischer Beliebigkeiten, das sie jedoch durch
eine gigantische flackernde Lightshow aufzuwerten
versuchten, bei der jedoch dermaßen hektisch zu
Werke gegangen wurde, dass man für die etwaigen
Epileptiker unter den Zuschauern nur beten konnte
und sich unweigerlich fragte, welche Drogen der
Mann am Lichtmixer wohl eingeworfen hatte.
Da es mittlerweile recht kühl geworden war,
beschlossen wir, vorzeitig nach Hause zu fahren und
bekamen daher von den Headlinern des Abends, Fiddler's Green, nichts mehr
mit - aber mit dieser Band ist es sowieso so eine
Sache: Würde man Bands die The Pogues, die Whisky
Priests, The Men They Couldn't Hang, die
Oysterband oder auch die Dropkick Murphys nicht
kennen - ja, dann würde man Fiddler's Green
höchstwahrscheinlich richtig gut finden... doch da
man dummerweise all dieses Bands kennt,
beschleicht einen bei Fiddler's Green das gleiche
Gefühl als wenn man beim Frühstück statt Nutella
einen NoName- Haselnuss-Schoko-Brotaufstrich
vorgesetzt bekommt: Egal, wie dick man ihn auf
aufstreicht oder was alles auf dem Glas steht - er
kommt einfach nicht ans Original heran!
Fazit: Es war trotz allem ein sehr schönes und
intimes Festival, das nächstes Jahr hoffentlich
wieder eine Fortsetzung findet - uns hat es
jedenfalls verdammt gut gefallen!
Veldensteiner Festival 2007
Wie üblich waren meine Süße und ich etwas zu spät
dran, so daß wir - nachdem wir unser Lager auf dem
Festival-Campingplatz aufgeschlagen hatten - nur noch
das Ende des Auftritts von Letzte Instanz mitbekamen. Aus
diesem Grund kann ich nicht viel über die Band
sagen, doch wer derart beherzt fortwährend “The
Lion Sleeps Tonight” zitiert und zu guter letzt
auch noch den definitiv besten Kiss-Song aller
Zeiten - nämlich “I Was Made For Loving You” - in
einer mehr als akzeptablen Version darbietet, kann
so schlecht nicht sein...
Die danach auftretenden Saltatio Mortis hingegen
brachten nichts, was man nicht schon tausendmal
zuvor gehört hätte: Harte Metal-Riffs,
mittelalterliche Dudelsäcke sowie farblose Vocals
- und alles ohne den geringsten Funken von
Originalität oder Wiedererkennungswert. Daher
liessen wir uns lieber ein gutes Bier schmecken,
anstatt weiter vor der Bühne herumzulungern - dort
tauchten wir nämlich erst wieder auf, als es Zeit
für meine ehemaligen Label-Kollegen (remember Ars
Metalli?) Die Apokalyptischen Reiter war,
und obwohl deren Musik nach wie vor nicht
unbedingt meine Baustelle ist, spielten sie einen
beeindruckenden Set, bei dem vor allem die
Gesangsleistung des Sängers sowie das perfekte
Timing der Band hervorstachen! Zwar verbreitete so
manches ihrer Publikumsspielchen eher den Flair
einer grenzdebilen Teenager-Geburtstagsparty, aber
alles in allem war es ein äußerst unterhaltsamer
Gig, der durchaus das Prädikat wertvoll verdiente.
Nun waren Schelmish an der Reihe, und
obwohl sich der Mann am Mischpult jeglich
erdenkbare Mühe gab, den Sound der Band zu
verunstalten, war dieser Haufen für mich wie auch
für meine Freundin eindeutig das Highlight des
Festivals, denn obwohl auch Schelmish mitunter
einer musikalischen “In-Extremo-fizierung”
unterlagen und die eine oder andere Nummer am
Start hatten, die zu sehr auf die üblichen
Mittelalter-meets-Metal-Klischees setzte,
brillierte die Band mit einer derartigen
Spielfreude und gnadenlosem Powerplay, daß ihr
auch der offenbar völlig taube und von allen guten
Geistern verlassene Mixer nichts anhaben konnte.
Schelmish legten all das an den Tag, woran es Bands
wie Saltatio Mortis mangelt: Originelle Rhythmen,
einprägsame Songstrukturen, abwechslungsreiche
Dudelsack-Melodien etc. Zwar sind auch bei dieser
Band keine Gesangsvirtuosen am Start, doch wären
Schelmish die Ersten, die dies auch zugeben würden -
und dieses Manko machten sie durch jede Menge
einfallsreicher und mächtig ins Tanzbein gehender
Instrumental-Stücke wett; alles in allem eine tolle
und mitreissende Performance, für die die Band völlig
zu recht von einem hellauf begeisterten Publikum
abgefeiert wurde!
Bevor daraufhin die Headliner Subway to Sally die Bühne
betraten, ging eine längere Umbaupause voraus,
während der sich das Wetter deutlich
verschlechterte - möglicherweise hatte es schon
geahnt, was sich gleich in musikalischer Hinsicht
abspielen würde...
Wieso Subway to Sally über eine solch große
Fangemeinde verfügen, werde ich nie begreifen:
Vermutlich hat sich das jahrelange Touren der Band
bezahlt gemacht, und man kann auch keinesfalls
behaupten, daß die beteiligten Musiker und
Musikerinnen ihr Handwerk nicht verstehen würden.
Doch das Aufregendste am Auftritt dieser Band blieb
die effektvoll in Szene gesetzte Lightshow,
wohingegen die Musik so aufregend war wie eine Nacht
am Oer-Erkenschwicker Hauptbahnhof: Es war
schlichtweg die komprimierteste Form musikalischer
Langeweile, die ich seit langem erlebt hatte - und
mit einem Mal wünschte ich mir nichts sehnlicher, als
daß ich meinen iPod mitgenommen hätte...
Daher zogen wir uns nach der Hälfte der Show und mit
dem plötzlichen Einsetzen heftiger Regengüsse unter
den Poffertjes-Stand zurück und kamen wenig später
völlig durchnässt, aber mit einer Flasche
Holunderbeerwein bewaffnet an unserem Nachtlager an,
wo wir zu den Klänger der zuvor frisch erworbenen
Schelmish-CD dem Regen lauschten und uns dabei den
Wein schmecken liessen...
Fazit: Trotz des Wetterumschwungs am späten Abend war
es ein äußerst gelungenes und gut organisiertes
Festival, bei dem wir uns lediglich einen anderen
Headliner gewünscht hätten.
Serves them jolly well right
And year after year, something like this happens:
"Several men have been
badly hurt in the San Fermin
bull-running festival in Pamplona, northern Spain.
The men are in hospital suffering from concussion and
bruising after
being trampled on Friday.
Doctors said all casualties were in a serious
condition in hospital; festival officials said they
were injured when they fell under the hooves of
stampeding bulls while running with the herd during a
nine-minute dash through city streets to the Pamplona
bullring.
Each year thousands of people flee bulls and steers
in the nine-day festival."
In my opinion: Well done, bulls!
Will there be a new Antichrisis album?
Sid: Yes, we will be releasing our new album "The Legacy remains" as soon as possible. Although there have been some serious drawbacks in the past few months, we're still confident that everything will be ready and done just in time. Besides, our new distributor Twilight will take care that all future releases will be available worldwide as well.

Bruce Springsteen's New Album
Bruce does a few new versions of some old classics
like "Further on up the Road" and "If I should fall
behind", but although these versions are very
different from the originals, they're nevertheless
fantastic. It's also great to hear and see that the
musicians on stage really seem to enjoy themselves -
and no wonder, because Bruce never pretends to be
"The Boss" (which is anyway a rather unfitting
nickname for an unpretentious musician like him!), as
he invites every member of the band to show his/her
skills! All in all an album/DVD that can't be
recommended too much! I just wished I had been at one
of these gigs!
Reartone's New Release
"An aural psychosis of
doom, downfall and demise blended with an
interstellar Dark Metal overdrive from terrifying
outer space! Lyrically arousing as well as of abysmal
artistic profoundity, "Sade et Masoch" is an opus
magnum of hypnotic powers that no-one can elude! An
indispensable chest of treasures for fans of
Eisregen, Dornenreich and Type O Negative"
(Markus Eck/Sonic Seducer)
Feuertanz-Festival 2007
Meine Süße und ich
bummelten nach unserer Ankunft erst mal über den
Mittelaltermarkt und bestiegen den Burgturm, bevor
wir uns zu ASP vor der Bühne einfanden,
und obwohl ich nicht allzuviele Songs dieser Band
kannte, war ich von der ASP ziemlich beeindruckt:
Sie spielten einen druckvollen und
spannungsgeladenen Set, der mächtig ins Tanzbein
ging, und konnten aufgrund ihrer sympathischen
Performance trotz der für eine Gothic-Band
ungewöhnlichen Lichtverhältnisse (die Sonne stand
noch am Himmel!) und des miesen Sounds, der ihnen
verpasst wurde (und der wie im weiteren Verlauf
des Festivals zu hören war, sich sehr wohl besser
gestalten liess!), das Publikum begeistern. Uns
hat's jedenfalls so gut gefallen, daß wir uns ASP
gerne nochmal am 15. November in Nürnberg im
"Hirsch" unter hoffentlich
besseren akustischen Voraussetzungen anschauen
werden.
Nach ASP waren Tanzwut dran, die eine äußerst
professionelle und ebenfalls zum Tanzen
animierende Show boten: Seltsamerweise war deren
Sound deutlich besser als der von ASP, obwohl
Tanzwut definitiv schwerer abzumischen sind - ein
Schweinehund, wer Schlechtes dabei denkt!
Nichtsdestotrotz gingen Tanzwut ziemlich gut ab,
doch die mangelnden stimmlichen Qualitäten von
Sänger Teufel, der zwar ein guter Entertainer sein
mag, in punkto Gesang jedoch eher nach rostiger
Gießkanne klingt, liessen den Set auf Dauer etwas
eintönig werden: Mit einem besseren Sänger würden
die Songs von Tanzwut erheblich dazugewinnen!
Am späten Abend traten dann Schandmaul, die Headliner des
Festivals, auf: Mittlerweile war es proppenvoll
geworden, und so bekamen wir nur noch einen Platz
am Seitenrand der Bühne. Spieltechnisch sind
Schandmaul über jeden Zweifel erhaben: Da wackelt
nichts, und es gibt keine schiefen Töne - doch mit
ihrem Songmaterial geht es mir genau so wie mit
Blackmore's Night: Eine halbe Stunde lang klingt
alles ganz nett, aber genau wie bei Zuckerwatte
verpufft die anfängliche Begeisterung ziemlich
schnel! Am Besten gefiel mir im Verlauf des Sets
"Die Tür in mir", wohingegen "Walpurgisnacht"
gänzlich verpuffte. Bei aller Kritik muss ich
Schandmaul jedoch zugute halten, daß sie einen
eigenständigen Sound kreiert haben, der sie
deutlich von anderen Bands dieses Genres
unterscheidet und über einen hohen
Wiedererkennungswert verfügt.
Da wir nach dem Auftritt von Schandmaul noch
keinerlei Lust verspürten, das Festival zu verlassen,
fanden wir uns auf dem Burghof ein, wo Feuerschwanz aufspielten und
dabei von Feuerschluckern und Gauklern begleitet
wurden. Dabei überraschten mich Feuerschwanz
positiv, denn noch vor 2 Jahren auf dem
Veldensteiner Burgfestival ging mir diese Band
tierisch auf die Nüsse - doch hier, im kleinen
Rahmen des fackelbeschienenen Burghofs, rissen
Feuerschwanz das Publikum mit ihrem
stimmungsvollen Mittelalter-Set richtiggehend mit,
wofür sie auch völlig zu Recht mit "Flughafen"-
und "Gorgonzola"-Rufen abgefeiert wurden!
Nachdem Feuerschwanz und die Gaukler sich in den
wohlverdienten Feierabend bzw. Feiermorgen
verabschiedet hatten, wollten wir uns noch Eric Fish
anschauen, der bereits im Festsaal der Burg zu
spielen angefangen hatte, doch da im Saal keinen
Platz mehr gab, setzten wir uns kurzerhand draußen
vor dem Fenster auf eine Bank und lauschten dem
Künstler von dort aus. Ich hatte Eric Fish solo zuvor
noch nie gehört und mir eigentlich nichts besonderes
erwartet, daher war ich ziemlich erstaunt, als mir da
ein traditioneller aber nichtsdestotrotz souverän
vorgetragener Folk-Set zu Ohren kam. Leider bekamen
wir nur noch den letzten Teil des Auftritts mit, der
mit einer Cover-Version des unverwüstlichen Neil
Young-Klassikers "Rockin' in the Free World" endete,
und nach einem weiteren Spaziergang diurch die
mondbeschienene Nacht begaben wir uns schliesslich zu
unserem mobilen Schlafplatz am Fuß der Burg.
Fazit: Ein sehr schön gestaltetes Festival mit jeder
Menge Schauwert und einem musikalisch durchaus
abwechslungsreichen Programm, wobei meiner Favoriten
eindeutig ASP und Feuerschwanz waren.
Where can I purchase "A Legacy Of Love Mark II"?
Sid : Of course - "A Legacy Of Love Mark II" is distributed world wide by Playbaker. You'll find the reasonably priced album at Playbaker's online store here.

Übersetzung von "Goodbye To Jane" und "The Farewell"
Sid: Aber klar doch - hier kommt die Übersetzung von "Goodbye To Jane":
Schau das Mädchen am Boden
wie es den Regen beobachtet
der gleich einem Rinnsal aus Blut am Fenster entlangläuft
Über den Boden verstreut
liegen mit schwarzem Stift gezeichnete Bilder
die ein gefesseltes Kind ohne Mund zeigen
Ihre Mutter ist Einkaufen gegangen
und sie betet
daß ihr Vater nicht nach Hause kommen möge
Doch kein Gott hat sich je um Jane's Gebete gekümmert:
Ihr Vater kommt zurück, um mit Jane zu spielen!
Sie schliesst ihre Augen
um vor sich selbst zu fliehen
wie sie geschändet und missbraucht am Boden liegt
Es hätte keinen Zweck, sich irgendjemandem anzuvertrauen:
Wer würde Jane schon glauben?
Hass steigt in ihr empor
denn sie hat dies nicht verdient:
Ist es etwa ihre Schuld
daß ihr Vater diese Spiele spielt?
Verzweifelt versucht sie dahinterzukommen
was sie wohl falsch gemacht haben könnte
Schau das Mädchen am Boden
das es nicht länger ertragen kann
von lüsternen Händen besudelt zu werden
Ein solches Leben bedeutet ihr nicht viel
Der Gürtel um ihren Hals zieht sie sanft hinweg
Er schliesst die Tür
denn sie scheint nur zu schlafen
doch diese kranken Spiele werden nie wieder gespielt werden
Niemand konnte erklären
was mit Jane geschah:
Sie war nur eines von vielen Millionen Mädchen:
Leb wohl, Jane!
Und hier der deutsche Text von "The Farewell" ("Der
Abschied"):
Ich wollte auf dem Gipfel des Berges leben
doch ohne Dich ist es dort nun kalt und einsam
Ich wollte in den Ozean der Liebe eintauchen
doch stattdessen strandete ich am Ufer der
zerbrochenen Träume
Für Dich sang ich die Lieder des dunklen Schwans
und jede Zeile, die ich schrieb, war ein Schlag
meines Herzens
Für immer brennend auf dem Scheiterhaufen der Liebe
Hör nun auf zu schlagen, mein blutendes Herz
denn dieses Messer stach zu tief
und so versuche ich ein letztes Mal
meinen Atem anzuhalten
Einst brannte ein helles Licht im Leuchtturm meines
Herzens:
Ich gab Dir so viel mehr als nur meine Liebe
und Du brachst so viel mehr als nur ein Versprechen
Unser Planet versank so verheerend
in den Nebeln der Zeit
Es gab keinen Schatz am Ende des Regenbogens zu
finden
irgendwo hinter Andromeda
Ich habe bis zum Ende des Dezembers gewartet
doch ich werde nie wieder ausreiten:
Das Kind der Wintersonnenwende
wird in einer Mitsommernacht unbemerkt entschwinden
Mögest Du nun also kommen, mein ach so romantischer
Engel
und kyrahnische Hymnen für mich singen
mich in Deinen Armen halten
mit welkenden Blüten bedecken
und mich hinunter zu meiner geliebten See tragen
Ich bin müde
so unglaublich müde
Bitte warte für mich unter der Mitternachtssonne
wo ich wieder singen und tanzen werde
und wo mein Lachen erneut
von den Bergen klingen wird
Oh, wie ich versucht habe
zu glauben
wie ich liebte und darum kämpfte
diesen Traum festzuhalten;
wie gerne ich leben wollte:
Doch nun gehe zurück an einen Ort
wo Liebe mehr ist als nur ein Wort aus fünf
Buchstaben
Und nun
da ich die Erinnerung an Dich
zum Abschied küsse
fange ich an
das Licht zu sehen...

Musikalische Einflüsse
Sid: Meine Einflüße sind vielfältiger Natur: Ich höre sehr gerne klassische Musik von Komponisten wie z. B. Beethoven, Wagner, Rossini, Lassus oder auch Palestrina, wohingegen ich aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik Bands bzw. Interpreten wie The Pogues, Bruce Springsteen, Hidden Cameras, Tindersticks, The Good The Bad & The Queen, The Killers, Radiohead, The Clash, The Mekons, The Jam, Them, Joy Division, Blondie, Soft Cell, Social Distortion, Mink de Ville, Dead Can Dance, Mountain Goats, EA 80, Jonathan Richman, The Ramones, Sex Pistols, Magnetic Fields oder auch The Divine Comedy bevorzuge.
Näx: Beeinflußt wurde ich früh von der Salsa- und Andenmusik meiner peruanischen Mutter, was aber bei meinen heutigen musikalischen Aktivitäten so gut wie nie hörbar ist. Die frühen Pogues haben da schon hörbarere Spuren hinterlassen. Als musikalische Bezugsperson muß ich Tom Kannmacher nennen, der schon in den 70er Jahren auf traditionellen Instrumenten Musik gespielt und aufgenommen hat. Er hat mir auch die Bedienung der Uilleann Pipes beigebracht.
Musik, die ich gerne höre, weil sie mich berührt, stammt vor allem von der Bothy Band, Planxty, Liam O'Flynn, den frühen Pogues, Celtas Cortos und wer sonst noch irische Musik spielt oder sie mit jedweder anderer Musik verbindet. Daneben höre ich gerne den frühen Grandmaster Flash, Molotow Soda, Perotin, Afro Cuban All Stars, Dead Can Dance usw.
